Elternschaft

Alles was ich will ist Frieden im Haus

She who is brave is free

Ich glaube ich kenne keine Eltern, die sich heutzutage keine Gedanken darüber machen, wie sie ihren Kindern einen möglichst reibungslosen Start ins Leben gestalten können. Wir zerbrechen uns den Kopf über den optimalen Geburtsort, ob die Kleidung atmungsaktiv und mit Biosiegel ist, stillen möglichst lange oder haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir es nicht tun, kaufen niemals Babybrei sondern kochen entweder selbst oder bieten Finger Food an, wägen ab zwischen Tagesmutter, Kita, Kindergarten oder nichts davon, ob es Montessori, freie oder normale Schulpädagogik sein soll, ob wir mit Belohnung und Bestrafung erziehen oder garnicht „ziehen“ sondern bindungsorientiert wachsen lassen.

All diese Gedanken sind für unsere Kinder sehr wertvoll!

Aber ich erlebe doch auch häufig, dass bei all den Gedanken und guten Wegen, die wir mit und für unsere Kinder einschlagen, eine Sache im Alltag mancher Kinder fehlt. Und ich würde behaupten, dass es das Wichtigste für die ganzheitlich gesunde Entwicklung unserer Kinder ist:

Der Frieden im Haus.

„Ein trockenes Brot, in Frieden verzehrt, ist besser als ein Festessen im Streit.“
Salomo

Es fehlt an Frieden zwischen den Eltern, Frieden gegenüber den Kindern und vielleicht am meisten fehlt es an Frieden in und mit uns selbst.

Frieden bedeutet übrigens nicht, dass man sich nie streitet! Wo Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen kommen, wird es sicher auch zu Auseinandersetzungen kommen und es hat nichts mit echtem Frieden zu tun, diesen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.
Aber WIE streiten wir? Wollen wir verstehen, was der andere meint? Sind wir bereit Fehler zuzugeben? Uns zu entschuldigen? Hören wir dem anderen bis zum Ende zu? Teilen wir unsere Gefühle mit, ohne dem anderen ständig Vorwürfe zu machen und die Schuld für alles bei anderen zu suchen?
Und wie hören unsere Kinder uns über andere Leute reden? Über die Großeltern und den Lehrer oder Angela Merkel und Justin Bieber?

Wie bekomme ich diesen Frieden im Haus? Der wichtigste Schritt um Frieden mit meinen engsten Menschen zu haben, ist Frieden mit mir selbst. Frieden mit meinem Charakter, meinem Körper, Frieden mit meiner Vergangenheit, Frieden mit meinen Lebensumständen und Frieden mit meinen Träumen und Zukunftswünschen. Fast alles davon sind übrigens Dinge, die wir nicht immer ändern können. Ob wir darüber Frieden haben, können wir aber sehr wohl immer ändern.
Für mich war ein wichtiger Schlüssel um Frieden mit mir selbst zu haben, der Frieden, den ich mit Gott geschlossen habe.

Du denkst, für dich ist es zu spät? Es lohnt sich nicht mehr? Die Kinder sind zu groß? Die Lücke zu deinem Partner zu weit? Oder als Single ist es so wie so unmöglich Frieden mit deiner Situation zu haben?
Und selbst wenn du einen Funken Hoffnung hast, scheint es zu schwer zu sein? Zu anstrengend, wo das Leben doch so wie so schon so auslaugend ist?

Es ist nicht zu spät! Du kannst heute anfangen für Frieden in deinem Zuhause zu sorgen. Du weißt selbst am Besten, was dem Frieden gerade im Weg steht. Sei mutig und fang einfach mit einem Schritt an. Es muss nicht gleich perfekt werden, aber ein Schritt näher am Frieden ist besser als ihn nicht gegangen zu sein.

Und aus Erfahrung kann ich dir sagen: Die ersten Schritte sind die schwersten! Zum ersten Mal einen Fehler auf seine Kappe zu nehmen, zum ersten Mal „Tut mir wirklich Leid“ zu sagen, zum ersten Mal den Termin beim Berater zu machen um mit den Verletzungen der Vergangenheit aufzuräumen. Wenn du die ersten Schritte geschafft hast, wird es Schritt für Schritt leichter werden! Auch deine Seele wird leichter werden.

Das ist der Weg hin zu Leichtigkeit, Zufriedenheit, zu echter Freude und zur Freiheit.

Tu es für dich und tu es für die Kindheit deiner Kinder!

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