Das Leben

Du entscheidest für dich

Wenn es eine Lektion gibt, die Turbo in seinem Leben schon lernen musste, dann war es diese: Du entscheidest für dich, und Anton entscheidet für Anton. Diesen Satz hört Turbo immer dann, wenn er seinen Freund Anton davon überzeugen will, ein bestimmtes Spiel zu spielen, worauf Anton offensichtlich keine Lust hast. Du spielst was du spielen möchtest. Du sollst Anton nicht dazu drängen etwas zu spielen, was er nicht spielen möchte. Du bist frei für dich zu entscheiden und Anton ist frei für sich zu entscheiden.

Ich stelle aber immer wieder fest, dass auch wir Erwachsenen diese Lektion häufig noch lernen müssen. Wir fühlen uns unter Druck gesetzt weil wir die Erwartungen anderer spüren, wir wählen Berufe, die nicht unseren Leidenschaften entsprechen, wir kriegen noch keine Kinder (oder wir kriegen Kinder) weil unser Umfeld es uns so vorgibt und erziehen unsere Kinder auf eine bestimmte Art, weil wir die kritischen Blicke der anderen wahrnehmen.
Wenn mir Leute erzählen, dass bei ihnen eine Entscheidung bevor steht und sie nicht wissen, wie sie sich entscheiden sollen, stelle ich gerne folgende Frage: Wie würdest du dich entscheiden, wenn du 90 Jahre alt wärst und du dann rückblickend die Entscheidung für Heute treffen müsstest. Die Leute von denen du jetzt einen starken Erwartungsdruck spürst wären höchstwahrscheinlich nicht mehr da und du könntest sie für nichts verantwortlich machen. Du würdest die Entscheidung nicht treffen um Konflikte oder Herausforderungen zu vermeiden, sondern weil dir bewusst ist, dass DU die Konsequenzen deiner Entscheidung trägst.
Wenn du alt bist und zurück schaust, kannst du niemandem die Schuld dafür geben, wie du dich in deinem Leben entschieden hast. Es kann schwer sein, sich gegen den Rat der Eltern oder Nahestehender durchzusetzen. Und natürlich ist es weise, Menschen zu haben, deren Rat man ernst nimmt. Aber am Ende, ist es dein Leben, deine Gaben, deine Leidenschaften, dein Traum und DEINE ENTSCHEIDUNG.

Ich will dich auch ermutigen zu überlegen, wer du im Leben anderer bist. Hast du Erwartungen an das Verhalten oder die Prioritätensetzung eines anderen? Hast du schnell eine Meinung darüber, was andere tun oder lassen sollten? Sagst du ihnen diese manchmal ungefragt oder versuchst ihnen durch deine Blicke mitzuteilen, was du von ihren Entscheidungen und ihrer Art zu leben hältst?
Oder bist du jemand, der andere freisetzt das Leben zu leben, dass sie leben möchten und der ihnen helfen will IHRE Träume zu entdecken?

Ich möchte beides lernen. Sowohl mein Leben so zu leben, wie ich es für mich richtig finde, als auch andere ihr Leben so leben zu lassen, wie sie es für sich richtig finden.
Denn ich entscheide für mich und du entscheidest für dich!

Was denkst du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.