Gott im Alltag

Glauben, mit allem was dazu gehört

Straße

Kürzlich war ich für einen Gebetsabend bei Freunden, zu dem sehr verschiedene Leute kamen. Viele davon kannte ich nicht. Für einen von ihnen kamen mir während des abends verschiedene Gedanken was sein Leben und Fragen, die er sich stellte anging und was Gott über ihn und seine Situation denkt, mit dem Impuls ihm das zu sagen. Ich erzählte ihm meine Eindrücke und er schrieb sich alles auf, weil es genau in seine Situation sprach. Danach fragte er mich welchen Gemeindehintergrund ich habe, dass ich so passend von Gott Dinge wissen konnte ohne die Person zu kennen. Das hier war meine Antwort:

Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und bin während meiner Kindheit und Jugend in verschiedene freikirchliche Gemeinden gegangen. Die erste war eine sehr konservative Gemeinde, die darauffolgenden Gemeinden wurden vom Mindset offener.
Ich las als Jugendliche die Bibel und wurde immer wieder mit unglaublichen Geschichten oder Aussagen konfrontiert. Angefangen mit allem was Jesus so getan hat, als er als Mensch gelebt hat: Wiederherstellung von Menschen und Beziehungen auf jeder Ebene, Wunder, Heilungen, bis hin zu seiner Aussage:

„Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun.“
Jesus Christus

Apostel Paulus schreibt dann sogar, dass der Geist Gottes, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in mir lebt!

Irgendwann war ich an dem Punkt, dass ich dachte: Entweder die Sache mit Gott, mit Jesus, mit der Auferstehung, mit der Hoffnung, mit seinem Reden im Alltag, mit allem Übernatürlichen, wozu Gott selbst ja gehört, stimmt, oder es stimmt alles nicht. Es kam für mich nicht in Frage eine halbe Sache daraus zu machen. Es reichte mir nicht, Sonntags in einen Gottesdienst zu gehen, meine „Pflichten“ zu erfüllen indem ich mal in der Bibel las, mal betete und mich in den Diensten der Gemeinde engagierte. Es machte keinen Sinn für mich, nicht zu erwarten, dass das wovon in der Bibel die Rede ist, auch für mich Realität sein kann. Nicht von diesem Glauben zu erwarten, dass er jeden Tag meines Lebens beeinflussen kann. Diese Art den Glauben zu leben bedeutete für mich übrigens nie, dass ich nicht zweifeln und hinterfragen dürfte.

Es war schon immer so, dass ich beispielsweise den Sinn von Regeln und Verboten verstehen wollte, bevor ich akzeptierte mich daran zu halten. Das hatte nichts mit Rebellion zu tun, sondern mit dem Wunsch, den Sinn von Dingen zu verstehen. Und wenn es für mich keinen Sinn machte, dann empfand ich es als Zeitverschwendung und ineffektiv, mich dem unterzuordnen. Die junge Generation von heute kennt das vielleicht, Dinge nur tun zu wollen, wenn sie für uns einen Sinn ergeben oder wenn sie unser Leben bereichern.
Was den christlichen Glauben angeht ist es genauso. Menschen heutzutage werden höchstwahrscheinlich irgendwann aufhören den Glauben zu leben oder überhaupt zu glauben, wenn es keinen Unterschied für ihr Leben macht.
Deshalb ist es mir besonders wichtig, dass der Glaube an Gott erlebbar wird.
Deshalb ist es wichtig, dass meine Verbindung zu Gott mein Denken, mein Reden und mein Handeln zum Positiven verändert wenn er für andere, für meine Kinder und für mich selbst Sinn machen soll.

Ich stand also vor der Frage: Ganz, oder garnicht? Macht das hier für mich einen Unterschied?
Die Antwort war eindeutig: Gott war in meinem ganzen Leben zu real gewesen, um ihn leugnen zu können. Ich hatte schon zu viel mit ihm erlebt und gesehen (darüber kann ich ein andermal mehr erzählen).
Garnicht mehr zu glauben, war für mich keine Option.
Also entschied ich mich dafür zu glauben. Mit allem was dazu gehört.

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