Gott im Alltag

Gott ist eine Mutter

Muttertag

Die meisten von euch haben sicher schon mal gehört, dass Gott in der Bibel oft als Vater beschrieben wird. Diese Bezeichnung kann ich gut nachvollziehen, vor allem wenn man die damalige Kultur bedenkt, in die sie hineingesprochen wurde. Der Vater als derjenige, von dem Schutz, Versorgung, die Rechte für die ganze Familie und auch das Erbe ausgingen. Sich als Mutter zu beschreiben, wäre in solch einer patriarchalen Kultur wenig aussagekräftig gewesen.
Das kann ich verstehen und es macht für mich Sinn.
Doch seit ich selbst Mutter bin fühlte sich diese hauptsächlich männliche Beschreibung Gottes für mich zu einseitig an. Oder wenn ich ganz ehrlich bin, fühlte sie sich sogar diskriminierend an.

Meine Kinder lieben ihren Papa über alles. Er ist der beste Papa für diese beiden Jungs und ihre unterschiedlichen Charaktere. Ich könnte ihn niemals ersetzen.
Doch wenn sie nicht nur Schutz und Stärke sondern Geborgenheit und Trost brauchen, dann kommen sie zuerst zu mir, ihrer Mama. In den ersten Monaten und Jahren ihres Lebens gab es nichts, dass ihnen mehr das Gefühl von Sicherheit gab, als in meiner Nähe zu sein. So ein guter Vater Martin auch ist, er könnte nicht das ersetzen, was ich als Mutter für die Kinder bin.

Ich glaube, dass uns die Mütterlichkeit Gottes auf dieser Welt verloren geht, sobald wir das Mütterliche, oder das Weibliche als weniger wichtig erachten, als das Männliche. Das ist in den Generationen vor uns sehr stark der Fall gewesen. Leider auch in der Kirche.

Mann und Frau tragen verschiedene Wesensarten Gottes.
Wenn wir Gott wieder als Mutter erkennen wollen, dürfen wir uns Mütter anschauen. Eine Mutter ist man übrigens nicht erst dann, wenn man selbst ein Kind geboren (oder adoptiert) hat. Jede Frau, ob jung oder alt, kann für andere eine Mutter sein, in dem sie tröstet, versteht, schlichtet, schützt, liebt, kämpft und mehr.

Jede Frau, die Gott liebt und die Sie selbst ist und sein darf, offenbart der Welt Gottes Mütterlichkeit.

Gott ist nicht nur Vater.
Denn Gott ist kein Mann.
Mann und Frau sind gemeinsam Gottes Ebenbild.

Gott ist dein Papa und deine Mama.

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