Gott im Alltag

Hab keine Angst – Woran man schlechte Einflüsse erkennt

Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass wir keine Angst davor haben müssen uns für Einflüsse zu öffnen um darin Gott zu finden. Auch wenn ich meine Ängste diesbezüglich inzwischen weitestgehend abgebaut habe, gibt es trotzdem einige Dinge auf die ich achte, um mich vor schlechten oder falschen Einflüssen zu schützen.
Bevor ich diese Dinge nenne, will ich aber noch etwas zur Angst sagen. Bis vor einigen Monaten habe ich meine Angst als Anzeichen dafür gesehen, das etwas von Gott kommt oder nicht von Gott kommt. In meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich keine Angst vor der Geburt, hatte aber Angst davor, dass mit Flamingo etwas nicht in Ordnung sein könnte. Ich war manchmal verunsichert ob diese Angst wie eine Vorahnung oder eine prophetische Weisung sein könnte. Letztendlich war mit Flamingo alles in Ordnung aber die Geburt war voller Komplikationen und lebensgefährdenden Momenten. Meine Angst hatte mich also nicht in die richtige Richtung geführt. Das hat für mich noch einmal bestätigt, dass Angst kein Werkzeug ist dessen Gott sich bedient um zu uns zu sprechen.
Wenn ich in einem Gottesdienst saß in dem übernatürliche Dinge passierten und mir das Angst machte weil ich es nicht kannte, dachte ich: Wenn mir das Angst macht, kann es nicht von Gott kommen weil in Gott keine Angst ist. Dazu fiel mir irgendwann etwas in der Bibel auf. Fast jedes Mal, wenn ein Mensch eine Begegnung mit einem Engel oder Gott selbst hatte, war das erste, was der Engel sagen musste: „Fürchte dich nicht!“. Diese Übernatürliche Welt scheint für uns so zerrüttend, verunsichernd und beängstigend zu sein, dass die erste Reaktion der Menschen Angst ist. Und immer wieder sagen die Engel: Hab keine Angst! Wir sehen zwar furchteinflößend aus, aber wir bringen etwas Gutes!
Auch wenn ich heute keine Angst mehr vor schlechten Einflüssen habe, bin ich immer noch achtsam, wofür ich mich öffne.
Ein Anzeichen auf das ich achte, ist welche Frucht es in mir hervorbringt. Verschlechtert sich meine Laune jedes Mal wenn ich mich damit auseinandersetze? Kann ich nachts nicht ruhig schlafen, wenn ich darüber nachgedacht oder mich dem ausgesetzt habe? Verändert sich mein Verhalten anderen gegenüber? Verbessert es meine Beziehung zu Gott? Erlebe ich die Früchte des Geistes mehr, je mehr ich mich davon inspirieren lasse? Die Früchte des Geistes sind Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung (Galater 5,22).
Paulus schreibt Timotheus in einem Brief woran er falsche Lehren erkennen kann:

Sie führen nur zu Spekulationen, statt dass sie den Glauben fördern und damit der Verwirklichung von Gottes Plan dienen. Sie bringen auch keine Liebe hervor, und gerade das muss doch das Ziel aller Verkündigung sein – Liebe aus einem reinen Herzen, einem guten Gewissen und einem Glauben, der frei ist von jeder Heuchelei. (1.Tim 1,4+5)

Folgende Fragen können wir uns stellen:

Wodurch wächst mein Glaube? Durch welche Personen, Podcasts, Gemeinden, Bücher, Bewegungen?
Was bringt Liebe in mir hervor? Nach welchen Begegnungen fühlt sich mein Herz gereinigt und ohne Last an? Durch welche Einflüsse ist mein Gewissen rein, ohne Scham und Anschuldigungen? Was erzeugt in mir einen Glauben, den ich nicht für andere aufsetze, sondern der aus mir, aus meinem Denken und meinen Worten heraussprudelt?

Vertrau dir (Gott in dir), dass du merken wirst, was von ihm kommt und was nicht. Hab keine Angst! Wenn du merkst, dass es dir nicht gut tut, kannst du dich jederzeit wieder bewusst von diesen Einflüssen oder Denkweisen trennen. Und dann sind die Bauchkrämpfe auch wieder weg.

Was denkst du?

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