Elternschaft

Meine Kinder gehen nicht in den Kindergarten #wennichehrlichbin

Kinder

Ich habe zwei Kinder. Turbo, der im April 5 wird und Flamingo, der im Januar 2 wird. Beide gehen nicht in den Kindergarten. Ich bin mit ihnen Zuhause. Erst weil wir alle mit der Kindergartensituation nicht zufrieden waren und danach weil wir keinen Platz bekommen haben.

Ich finde es manchmal schwierig, anderen Müttern meine Beweggründe zu erzählen. Erstens möchte ich nicht, dass sie sich in ihrem Weg angegriffen fühlen nur weil ich es anders mache und zweitens bekomme auch ich für meine Gedanken manchmal unverständige Blicke oder Sprüche.

Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, die ihre Kinder jeweils vor ihrem zweiten Geburtstag von einer Tagesmutter betreuen ließ. Ich hatte einen Satz gesagt, bei dem ich nicht wusste, ob sie sich davon angegriffen gefühlt haben könnte. Als wir uns ein paar Tage später wiedersahen, sprach ich den Satz nochmal an und entschuldigte mich dafür. Sie antwortete mir, dass sie sich davon nicht angegriffen gefühlt hatte. Im Gegenzug entschuldigte sie sich bei mir für eine Aussage, die sie ein paar Wochen zuvor zu dem Thema gemacht hatte. Ich hatte ihren Satz auch nicht als Kritik empfunden.

Ich machte mir nach unserem Gespräch allerdings noch Gedanken darüber. Warum fühlte sie sich schlecht, weil sie gesagt hatte, welchen Druck sie von ihrem Umfeld über die frühe außerfamiliäre Betreuung empfindet? Warum traue ich mich nicht anderen zu erklären, warum unsere Kinder noch nicht im Kindergarten sind?

Wieso ist es so, dass wir uns alle nicht trauen in der Öffentlichkeit zu sagen wie wir uns fühlen? Es geht ja noch nicht mal um Meinungen, sondern nur darum, wie es uns mit dem Thema geht. Was wir empfinden. Wodurch wir uns unter Druck gesetzt fühlen. Was unsere Beweggründe für den einen oder anderen Weg sind. Wir kommen nicht in den Austausch miteinander, weil wir unterschiedliche Ansätze und Überzeugungen haben und sich jeder direkt angegriffen fühlen könnte.
Aber bei den allermeisten Leuten die ich kenne (wenn nicht sogar allen), kann ich eines feststellen:
Wir wollen alle das Beste für unsere Kinder!
So unterschiedlich wir es auch machen. Keiner von uns will seinem Kind schaden. Vielleicht ist ja sogar genau das der Grund, warum wir uns so schnell angegriffen fühlen. Wenn wir mit einem anderen Weg konfrontiert werden und ihn erstmal als legitim annehmen, fragen wir uns selbst meistens direkt: Hätte ich etwas anders machen sollen? Und diese Frage mit „Ja“ zu beantworten kann schwer auf der Seele lasten, weil es hierbei immerhin um die Menschen geht, die wir ins Leben begleiten sollen.

Aber weil wir alle die gleiche Ausgangssituation haben, nämlich das Beste für unsere Familie zu wollen, wünsche ich mir, dass wir dabei alle ehrlich sein dürfen, was uns zu unseren Überzeugungen gebracht hat und wie es uns damit geht. Und das wir uns gegenseitig zuhören. Wer weiß? Vielleicht könnte uns so ein Zuhören ja sogar inspirieren.

Deshalb möchte ich jetzt mal ganz ehrlich sein.

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich in den ersten drei Lebensjahren meiner Kinder die Person sein, die sie in dieser prägenden Zeit prägt.

Wenn ich ehrlich bin, genießen wir unseren Alltag mit entspannten Vormittagen und Nachmittagen voller Verabredungen.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich es schade, dass Verabredungen auch schon als Turbo 2 Jahre alt war vormittags nicht möglich waren weil es kaum 2-Jährige, geschweige denn 3- oder 4-Jährige gibt, die vormittags Zeit haben.

Wenn ich ehrlich bin, haben mich die zwei Monate in denen Turbo letztes Jahr im Kindergarten war mehr gestresst als das sie mich entlastet hätten, mit dem Bringen und Abholen, das immer genau dann war, wenn Flamingo gerade schlief.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich zeitweise überfordert mit einem Kind, das den ganzen Tag mit mir redet und meine Aufmerksamkeit und Reaktion einfordert und einem Kind, das schon mit einem Jahr besser klettert als läuft.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich es schade, dass ich dafür bezahlt werden kann auf fremde Kinder aufzupassen und andere dafür bezahlt werden können auf meine Kinder aufzupassen, aber ich keine kleine finanzielle Wertschätzung dafür bekommen kann, dass ich meine Kinder bis zum dritten Lebensjahr selbst betreue.

Wenn ich ehrlich bin, fiel es mir vor über einem Jahr nicht leicht, meinen 3-Jährigen zum ersten Mal so richtig in die „große weite Welt“ gehen zu lassen, in der ich nicht mehr alle Einflüsse einschätzen kann.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich es ungerecht, dass es leichter ist einen Betreuungsplatz für einen 2-Jährigen als für einen 4-Jährigen zu bekommen.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich manchmal schon Mütter verurteilt, die ihre Kinder besonders früh oder besonders spät außerfamiliär betreuen lassen, ohne die Hintergründe zu kennen.

Wenn ich ehrlich bin, wünsche ich mir, dass keine Mutter das Gefühl hat sich für ihre Entscheidungen vor anderen rechtfertigen zu müssen, wie auch immer sie lebt.

Nur vor uns selbst und unseren Kindern müssen wir uns rechtfertigen und deshalb immer wieder ehrlich hinterfragen, ob unser Weg für uns alle gut ist oder gegebenenfalls etwas verändern.

Wie geht es dir damit? Wenn du ehrlich bist?

#wennichehrlichbin

    23 Kommentare

  • Lenna 26. Oktober 2017 Antworten

    Ich finde es schön, dass du die Freiheit hast, dass zu entscheiden wie es für euch als Familie am besten ist. Ich war damals in einer etwas schwierigeren Situation (Allein-Erziehend) und da gab es dann nicht so viel Auswahlmöglichkeit. Manchmal wünschte ich mir es wäre damals anders gewesen, aber wenn ich ehrlich bin weiß ich auch nicht, ob ich meine Entscheidungen dann anders getroffen hätte. Manchmal versteh ich nicht wie andere Eltern entscheiden oder warum es für einige so schwer ist ihr Kind ausser Haus zu lassen, aber dann erinner ich mich daran, dass ich das auch nicht verstehen kann…weil ich ja halt anders bin.
    Zusammengefasst hast du recht wir sollten uns gegenseitig einfach erlauben es so zu machen wie es für den anderen am besten ist und uns nicht davon angegriffen fühlen oder den anderen angreifen…das ist ein gutes Ziel.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Danke Lenna für deine ehrliche Antwort!

  • Elke 26. Oktober 2017 Antworten

    Wenn ich ehrlich bin, würde ich meine kinder auch lieber Zuhause lassen u nicht Unsummen für optimale Betreuung meiner Kinder ausgeben- geht aber nicht u deshalb muss ich noch mehr arbeiten um diese Unsummen erst mal aufzubringen- ich sehe diese betreuungsdiskussion (je nach Bundesland/ Region) als echten Luxus.
    Wenn ich ehrlich bin, empfinde ich das Wort fremdbetreuung schon als Beleidigung – ich prüfe schon genau, in welche Hände ich sie gebe u vertraue diesen Händen.
    Wenn ich ehrlich bin, mag ich deine Gedanken.
    Und am allerehrlichsten- ich bin verdammt stolz auf meine Familie; meine Kinder, die so glücklich, selbstbewusst u frei sind trotz Betreuung und meinen Mann, der entschieden hat auf Geld zu verzichten u dafür als Vater da zu sein (er hätte wochenweise unterwegs sein können u ich mit den Kindern Zuhause – nun ist er hier u arbeitet für erheblich weniger, ist aber ab 16 uhr Zuhause)
    Das ist unser Weg u er ist für uns gut und ich freue mich, wenn andere Familien ihren Weg haben und er für sie passt.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Vielen Dank für deine Ehrlichkeit! Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Es ist wirklich bewundernswert, wofür dein Mann und du euch entschieden habt! <3

  • Martha 26. Oktober 2017 Antworten

    Deine ehrlichen Gedanken haben mich sehr berührt. Ich habe fünf Kinder, alle waren im Kindergarten (zufrieden bin ich noch immer nicht mit allem, mein Jüngster geht 3 Stunden am Tag…). Die ersten drei Kinder waren auch in der Krippe, die beiden kleinsten nicht. Über unsere Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken habe ich mal gebloggt https://familienlebenmitgott.wordpress.com/2017/03/22/krippe-kita-kindergarten-muss-das-eigentlich-sein/ Liebe Grüße, Martha

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Vielen Dank! Ich werde mir deinen Artikel später mal durchlesen.

  • Liebe Daphné! Danke für deine Offenheit und den Denkanstoß! ich habe deinen Bericht zum Anlass genommen, meine Gedanken dazu auf meinem Blog zu verfassen. Warum ich es für mich anders handhabe und dennoch in so vielem mit dir übereinstimme.

    Diese Art des ehrlichen Umgangs nimmt übrigens erheblichen Druck von den Schultern der Eltern, es perfekt machen zu müssen – denn so wie es den perfekten Partner nicht gibt (für DICH kann er in dem Moment perfekt sein, aber nie allgemeingültig), so gibt es auch nicht das perfekte Familienleben. Denn dazu müssten wir alle gleich geeicht sein.

    Meine ehrliche Antwort findest du auf http://www.leonina-frei-geborgen.com – danke für deine Anregungen!

  • Vogelsbergerin 26. Oktober 2017 Antworten

    Ich finde es toll, dass man sich in dieser Situation wohlfühlt. Mir fällt hingegen nach 15 Monaten daheim die Decke auf den Kopf, die 24 Std Betreuung eines Kindes füllt mich nicht aus, ich vereinsame daheim und sehne mich zurück an die Arbeit, auch wenn das finanziell nicht notwendig wäre. Mache seit 2 Wochen Eingewöhnung bei der Tagesmutter und es läuft wirklich super.
    Ich fände es super, wenn Mütter miteinander weniger wertend wären und einfach mal akzeptieren, dass es weder für jedes Kind noch für jede Mutter DEN einen Weg gibt.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Genau! Weniger wertend, aber trotzdem offen für die Gedanken oder Tipps des anderen. Danke für deine Ehrlichkeit!

  • Schika 26. Oktober 2017 Antworten

    …Vor der Geburt meines Grossen (5) dachte ich, dass ich evtl nicht zurück zum Job gehe…tat es aber nach 8Monaten (statt 14 Wochen) doch…weil wir abgelegen wohnen und die Einsamkeit mir nicht gut tat…und ich merken musste, dass ich meinem Kind auch nicht immer gut tat…Gott sei dank hatte er 3 wunderbare Jahre Betreuung durch seine Gotte…die vieles mit ihm machte, was mir nicht liegt und später auch noch seine Schwester (3) betreute. (2Tage)Eigentlich wollte ich nach ihrer Geburt dann mit Arbeiten aufhören…aber wieder musste ich feststellen, dass ich zu dieser Zeit keine „24/7“Mama war und als ich dazu noch eine top Stelle bekam, arbeitete ich weiter ( 2 Tage). Die Kinder liebten die Tage in ihrer 2.Familie!
    Während meines 3. Mutterschaftsurlaub fiel leider unsere „GottiTagesmutter“ aus und ich dachte, dass dies wohl nun bedeutet, dass ich doch zu Hause bleiben würde …was mir sicher inzwischen leichter gefallen wäre…aber immer noch als rechte Herausforderung aussah (mit selbstständigem Mann bleibt halt „im Haus“ fast alle Arbeit – und Das Emotionale v. a. mein Job).
    Doch dann bekamen wir wieder ein Geschenk des Himmels und eine neue Tagesmutter, welche mit Herzblut, nur unsere 3 betreut und ich reduzierte auf 30%…dies läuft nun seit einem Jahr bestens…die Kids geniessen die Tage ausser Haus, genau so wie ich die „erwachsenen Gespräche“ im Job. Ehrlich gesagt, für unsere Familie ist diese Lösung ideal, Kita wäre für mich aber keine Option gewesen. Ich bewundere jede Mami, die rund um die Uhr zu Hause sein kann…und ich verstehe sehr gut die, die es nicht können.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Danke für deine Antwort! Schön, dass ihr einen Weg gefunden habt, der für euch alle gut ist!

  • datmomo 26. Oktober 2017 Antworten

    wenn ich ehrlich bin, hat unser krümelkind den hinweis sehr früh gegeben, dass sie betreuung ab dem ersten jahr wünscht, da hatten krabbelgruppen und co schon nicht mehr ausgereicht, um ihren drang zu anderen kindern gerecht zu werden. wenn ich ehrlich bin, hatten wir verdammtes glück mit unserer tagesmutter, auch wenn ich mit ihr privat nie befreundet gewesen wäre, leider haben ihre stunden, nicht für meine arbeitstzeiten ausgereicht. wenn ich ehrlich bin, hätte ich gerne eher angefangen in meinem job, mit weniger stunden und dafür längerer elternteilzeit. wenn ich ehrlich bin, tut unserem krümelkind die kinderkrippe jetzt noch mehr gut als die tagesmutter, weil sie einfach den input von vielen anderen kindern braucht. wenn ich ehrlich bin, müsste ich mindestens mormonin mit 10 kindern sein, damit unser kind halbwegs ausgelastet und glücklich allein zuhause gewesen wäre. wenn ich ehrlich bin, vermisse ich die betreeung der tagesmutter, weil ich da eben auch mal bilder am tag gekriegt habe und besser situationen ansprechen konnte (kind isst grad nicht, kind hat probleme mit dem töpfchen etc). wenn ich ehrlich bin, bin ICH eine bessere mutter, wenn ich arbeite, trotzdem habe ich hin und wieder trotzdem ein schlechtes gewissen habe (wohl auch, weil mir erstaunlich oft von volltagsmamas gesagt wird,
    wieviel ich doch verpassen würde). wenn ich ehrlich bin, sollte es doch jedem egal sein, wie andere die tagesbetreuungsfrage angehen, denn auch jedes kind ist anders. was für mein kind super ist, muss ja nicht für das nächste toll sein.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Danke für deine ehrliche Antwort!

  • Katja 26. Oktober 2017 Antworten

    Dein Artikel ist sehr ehrlich und ich teile deine Meinung in vielen Bereichen. Meine Kinder sind ebenfalls 5 und 2 Jahre und wir haben jetzt das zweite Jahr einen Kindergartenversuch hinter uns.

    Beide Jahre haben wir uns dagegen entschieden. Im ersten Jahr war es schlicht weg der falsche Kindergarten vom menschlichen Aspekt. In diesem Jahr hatten wir den perfekten Kindergarten, trotzdem hat sich unsere Große nicht einfinden können und hat mich jede Minute alleine schrecklich vermisst.

    Unsere Tage sind nun wieder total unbeschwert. Wir unternehmen Vormittag und Nachmittag nach was uns zumute ist und ich kann auf die Schlafbedürfnisse des Kleinen eingehen.

    Ehrlich es ist unser Weg und wir stehen dazu, auch wenn es schwierig ist dies öffentlich oft zu rechtfertigen. Letztendlich ist es genau wie du sagst, wir müssen uns nur uns gegenüber und unseren Kindern rechtfertigen. ♡♡♡

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Schön, dass ihr euch getraut habt es ein zweites Mal abzubrechen, als es für euch (für euer Kind) nicht passte! Das kostet Mut. Danke für deine Antwort!

  • Sabrina 26. Oktober 2017 Antworten

    Liebe Daphne,

    wenn ich ehrlich bin, geniesse ich jede Sekunde zuhause mit meinen beiden Wirbelwinden (fast 5 und 2) und habe manchmal Angst vor dem Moment, an dem dieses unbeschwerte Leben vorbei ist und sie groß sind.

    Wenn ich ehrlich bin, finde ich es manchmal unglaublich anstrengend mit beiden zuhause und denke manchmal: „jetzt ein Kindergarten hätte was“ um gleich am nächsten Tag zu denken: wie schön, dass wir immernoch alle zusammen sind

    Wenn ich ehrlich bin, nervt mich die Frage danach, ob ich nicht auch mal Zeit für mich wolle…

    Und wenn ich ehrlich bin, verletzt es mich manchmal noch immer, wenn gesagt wird, dass ich meinen Kindern durch kindergartenfrei einen wichtigen Meilenstein und Entwicklungsschritt nehme, obwohl ich es doch eigentlich inzwischen besser weiß.

    Wenn ich ehrlich bin, liebe ich unser Leben, genau so wie es ist und finde es manchmal schade, dass nicht jeder die Möglichkeit hat, dieses Glück auszuleben.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Mir geht es oft so wie dir! Danke, dass du geschrieben hast!

  • Anni 26. Oktober 2017 Antworten

    Unser 4Jähriger ist nach einem halben Jahr Kindergarten auch wieder Zuhause. Der Kindergarten war einfach nicht so passend für ihn. Nun bekommen wir auch keinen Platz in einem anderen Kindergarten im Umkreis von 10km, da alle guten voll sind . . .
    Bisher wissen tatsächlich nur unsere engen Verwandten, dass wir unseren Sohn aus dem Kindergarten genommen haben und momentan noch keine weitere Betreuungsmöglichkeit haben. Ich habe echt ANGST davor, mich vor allen Freunden/Bekannten oder gar #fremden# Leuten rechtfertigen zu müssen, warum wir unser Kind vom Kindergarten abgemeldet haben . . .
    Da fällt mir spontan mal ein Spruch von einer befreundeten Erzieherin ein: Ein schlechter Kita-Platz ist doch noch immer besser als gar kein Betreuungsplatz, oder?
    Ich war echt schockiert! Und traurig . . .

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Ja, ich kann dich gut verstehen! Unser Kinderarzt hat uns sehr empfohlen trotzdem wert auf einen guten Kindergarten zu legen. Wobei man natürlich überlegen muss, was wirklich wichtig und was vielleicht akzeptabel ist, auch wenn es nicht optimal ist.

  • Anne 26. Oktober 2017 Antworten

    Hallo Daphne,
    Vielen Dank für deine Worte!
    Wenn ich ehrlich bin, mache ich drei Kreuze wenn in einer Woche die Eingewöhnung für den Sohn (dann 12,5 Monate) beginnt und er ab Dezember halbtags in die Kita geht. Froh deswegen, endlich wieder etwas Zeit für mich zu haben, die Steuererklärung zu machen oder mich mit dem Montessori-Konzept und der Umsetzung bei uns zuhause zu beschäftigen.
    Froh, nicht mehr den ganzen Tag allein mit dem Söhnchen zuhause zu sein und sehnlichst auf die Ankunft des Mannes zu warten, um mal ne halbe Stunde die Aufmerksamkeit ungeteilt einer anderen Tätigkeit zuwenden zu können.
    Um ehrlich zu sein, habe ich es als Mutter nicht verdient, alle zwei Tage weinend zu Hause sitzen. Wir haben zum Glück die finanziellen Mittel für die Kita.

    Und um ganz ehrlich zu sein, freue ich mich darauf, mich wieder auf die gemeinsame Zeit mit dem Söhnchen zu freuen.

    • Daphné 26. Oktober 2017 Antworten

      Vielen Dank für deine ehrlichen Gedanken! Schön, dass wir uns beide so unvoreingenommen „zuhören“ können, obwohl wir es so unterschiedlich machen und wahrnehmen!

  • […] sondern kochen entweder selbst oder bieten Finger Food an, wägen ab zwischen Tagesmutter, Kita, Kindergarten oder nichts davon, ob es Montessori, freie oder normale Schulpädagogik sein soll, ob wir mit Belohnung und […]

  • Sina von Amjosi 26. Oktober 2017 Antworten

    Vielen Dank für Deine offenen Worte, die ich alle selber genauso empfinde! Ich großer Sohn war für 4 Monate im Kindergarten und es hatte nicht gepasst. Mittlerweile ist er 4 und seine kleine Schwester 2 und das Thema Kindergarten hat sich für uns erledigt. Ich liebe die Zeit mit meinen Kindern und finde es viel entspannter als zwei mal täglich zum Kiga hetzen zu müssen. Beruflich müssen mein Mann und ich uns arrangieren und verzichten auf viel Geld, aber das ist es uns Wert <3 Die Gespräche mit Fremden sind manchmal wirklich nicht schön. Es passt einfach nicht in das gesellschaftliche Bild, dass ein Kind nicht in den Kindergarten geht. Und ich habe keine Lust mich zu jedesmal zu erklären oder zu rechtfertigen, weil die meisten es sich zwar anhören aber doch nicht nachvollziehen können. Daher finde ich es eine tolle Bestätigung, wenn man so tolle Blogs, wie Deinen findet, wo die gleichen Gedanken auftauchen <3

    Alles Liebe, Sina

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