Das Leben

Warum blogge ich eigentlich?

daphné

Seit etwas mehr als einem halben Jahr schreibe ich diesen Blog. Ungefähr einmal pro Woche versuche ich einen Artikel zu veröffentlichen, je nach dem wie der Alltag es zulässt. Ich schreibe über Alltagssituationen aus meinem Leben als Frau, Mutter, Freundin, Leiterin, Nachbarin und was ich noch alles bin. Das der christliche Glaube in meinem Leben eine wichtige Rolle spielt wird beim Lesen meines Blogs wahrscheinlich sehr schnell auffallen.
Ich schreibe gerne um Erlebnisse und Erkenntnisse nicht zu vergessen und sie zu verarbeiten. Vielleicht werde ich auch mal das ein oder andere Video zu einem bestimmten Gedanken machen.
Ich weiß nicht, wieso es sich jedes Mal unpassend anfühlt das zu sagen, aber ich mache den Blog um Menschen zu inspirieren. Ich blogge nicht, weil ich mich für besonders reif halte, sondern weil ich Fehler mache und bereit bin daraus zu lernen.

Ich wünsche mir, dass Menschen durch das Lesen meines Blogs selbst Erlebnisse im Alltag haben, in denen sie sehen, dass Gott erlebbar, nah und gut zu ihnen ist.

In diesem halben Jahr gab es aber auch immer wieder Tage, an denen ich viele Zweifel hatte, was den Blog angeht. In den ersten Wochen hatte ich immer wieder Zweifel darüber, was andere darüber denken und jeder Artikel hat mich Überwindung gekostet (manche tun es immer noch). Wie würde diese Person das was ich schreibe verstehen? Oder diese Person, die ganz anders glaubt als ich?

Und dann merke ich, wie viel ich noch für die Anerkennung von Menschen tue. Wenn ich einfach nur tun will, wozu mein Herz mich drängt, dann schreibe ich deshalb, unabhängig davon wie viele es lesen.
Wenn ich von Leuten höre, dass ein Artikel genau das war, was er oder sie gerade brauchte, dass es jemanden in seiner Situation ermutigt hat, Klarheit gegeben hat oder einfach schön zu lesen war, dann freue ich mich riesig!

Manchmal ist es seltsam so private und innerliche Prozesse in der ungefilterten Öffentlichkeit preiszugeben, wo ich bei meinen persönlichen Beziehungen doch immer eher wählerisch bin, wem ich was anvertraue. Wenn ich euch begegne, wisst ihr einiges über mich, was sonst nur meine engsten Freunde wissen, und ich kenne euch teilweise nicht einmal. Das fühlt sich irgendwie verdreht an. Aber trotzdem nicht falsch. Aber wenn ich eure Nachrichten oder Rückmeldungen bekomme, freue ich mich über jedes sich-verstanden-fühlen und jeden Funken Hoffnung, der bei euch angekommen ist. Und ich erlebe, dass ihr so freigiebig werdet und mir ganz Persönliches anvertraut. Das finde ich schön!

Ich will ermutigen, auf neue Ideen und Gedanken bringen und dabei nicht zu viel klugscheißen. Manche Artikel sind eigentlich Predigten an mich selbst.
Ich will dabei ehrlich sein, um anderen die Freiheit und Erlaubnis zu geben in ihrem Leben und ihrem Umfeld ehrlich zu sein und sich verletzlich zu zeigen.
Wenn durch den Blog nur eine Person anfängt im Alltag nach Gottes Reden zu suchen und es zu finden, bin ich zufrieden.
Ich hinterfrage meine Motive und lerne aus meinen Zweifeln. Ich möchte für konstruktive Kritik offen sein.
Ich erinnere mich daran, dass jeder anders glaubt. Ich will niemand zu meinem Glauben überreden.

Dieser Blog ist für diejenigen, die ihn lesen wollen.

Ich bin dankbar für alle falschen Motive und ungesunden Sehnsüchte, die durch das öffentliche Schreiben offenbar werden, weil ich nur etwas gegen sie tun kann, wenn ich sie bemerke. Ich frage mich nicht mehr, was eine bestimmte Person über meine Gedanken denkt, sondern einfach nur, ob ich hinter meiner Botschaft stehen kann. Wenn ja, kann ich schreiben und bin nicht abhängig davon, die Anerkennung von anderen zu bekommen. Vielleicht werde ich in einem Jahr den ein oder anderen Artikel lesen und denken „Was habe ich denn da bitteschön geschrieben?“. Aber dann weiß ich wenigstens, dass ich mich in diesem Jahr weiterentwickelt habe. Und es ist okay, das andere bei diesem Prozess zuschauen und meine Fehler sehen können. Das hilft mir dabei, nicht für den Applaus von Menschen zu leben. Das mache ich nämlich noch viel zu häufig.

    10 Kommentare

  • muriel 22. Oktober 2017 Antworten

    👍😘

    • Daphné 22. Oktober 2017 Antworten

      Merci Maman 😉

  • Thor 22. Oktober 2017 Antworten

    Schöne Gedanken, Caro! 😊👌

    • Daphné 22. Oktober 2017 Antworten

      Danke Toto!

  • Daniel 22. Oktober 2017 Antworten

    Danke fürs Schreiben. Ermutigend, anregend, tragend und gefühlt schon länger als ein halbes Jahr. Gern weitermachen :-).

    • Daphné 22. Oktober 2017 Antworten

      Vielen Dank für dieses Feedback, Daniel!

  • Robin 22. Oktober 2017 Antworten

    Caro, danke für deine offenen Gedanken. Werde sicher wieder vorbeischauen 😉

    • Daphné 22. Oktober 2017 Antworten

      Danke! Das freut mich! Bis demnächst dann 😉

  • Isabelle 22. Oktober 2017 Antworten

    Liebe Caro du schreibst so wunderbar ehrlich und zeigst dich der Welt und damit mir. Danke dafür.

  • Angela 22. Oktober 2017 Antworten

    Ich lese mich gerade hier quer durch und fühle mich inspiriert, ermutigt, hinterfragt, herausgefordert…in meinem Glauben(sleben) und (Mama)Sein.
    Cool dass du dich immer so kurz fasst. Das Video über normal sein oder Jesus folgen finde ich auch super, du bringst es deutlich aber ohne erhobenen Zeigefinger rüber.
    Also Dankeschön, mach bitte weiter. Sei gesegnet!
    Angela

Was denkst du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.